Zeit seines Lebens war Friedrich Wilhelm IV. (1795 – 1861) von einer starken Italien-Sehnsucht erfüllt. Als Hobby-Architekt lieferte er die Ideen für Erweiterungsbauten am Park Sanssouci: das Schloss Charlottenhof, die Römischen Bäder, das Orangerieschloss, die Friedenskirche, Renaissancebauten, toskanische Gehöfte, Römische Campaniles – die Vorbilder stammten aus verschiedenen Epochen und Landschaften Italiens. Vor allem im Potsdamer Norden entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Villen im italienischen Stil. Kein Wunder: Durch großzügige Zuwendungen förderte es der König, wenn nach seinem Geschmack gebaut wurde.
Heute wird die italienische Kultur in Potsdam vor allem auf gastronomischem Gebiet verbreitet. Am Nauener Tor, auf dem Luisenplatz und an vielen anderen Stellen der Stadt findet man „den Italiener“, „Il Ponte“, die Brandenburgische Gesellschaft der Freunde Italiens e.V. kümmert sich um den kulturellen Austausch jenseits von Essen und Trinken.
Foto: die Römischen Bäder im Park von Sanssouci